ZELTER, Carl Friedrich (1758–1832)

Kurzbiographie:

Der aus Berlin stammende Zelter wurde, wie sein Vater, Maurermeister - nahm aber nebenher Musikunterricht. Seinen Durchbruch als Musiker erlebte Zelter als im Jahr 1786 seine Trauerkantate anlässlich des Todes von Friedrich II. in der Potsdamer Garnisonskirche zur Aufführung kam. Ohne das Maurerhandwerk aufzugeben, widmete er sich zunehmend der Musik und trat besonders mit Liedkompositionen hervor. Nachdem er eine Reihe von Vertonungen von Goethe-Texten an den Dichterfürsten in Weimar gesandt hatte, kam auf Empfehlung von Abraham Mendelssohn eine Begegnung von Zelter und Goethe zustande, die der Grundstein einer lebenslangen Freundschaft wurde. In der Nachfolge von Carl Friedrich Fasch wurde Zelter zum Leiter der Sing-Akademie zu Berlin, Deutschlands erstem Gesangsverein, ernannt. Darüber hinaus übertrug man ihm Jahr 1809 eine Professur an der königlichen Kunstakademie.  Zelter hegte eine Vorliebe für die Musik von Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel, die er auch seinen Schülern (darunter Otto Nicolai und Felix und Fanny Mendelssohn) vermittelte. Auf dieser Grundlage kam es 1829 unter Felix Mendelssohn Bartholdys Leitung an der Berliner Sing-Akademie zur Wiederaufführung von Bachs »Matthäus-Passion«, die eine große Bach-Renaissance einleitete.

Der Kuckuck und der Esel
[Russische Klavierschule Band I SIK 2353, Nr. 46, S. 24]