WECKERLIN, Jean-Baptiste (1821–1910)

Kurzbiographie:

Der im elsässischen Guebwiller geborene Weckerlin studierte Gesang bei Louis Antoine Ponchard und Komposition bei Fromental Halévy am Pariser Konservatorium. Eine seiner ersten Kompositionen, die sehr wohlwollend vom Publikum aufgenommen wurde, war seine 1847 entstandene heroische Symphonie »Roland«. Seine 1869 komponierter komischer Einakter »L’organiste dans l’embaras« wurde zu einem Riesenerfolg. Weckerlin schrieb neben Opern auf französische Libretti auch Bühnenwerke im sogenannten Elsässerdeutsch, wie seine komischen Opern »Die dreifach Hochzeit im Bäsethal« (1863) und »Der verhäxte Herbst« (1879). Trotz seiner Erfolge als Komponist verdiente Weckerlin seinen Lebensunterhalt im wesentlichen als Bibliothekar - ab 1876 an der Bibliothek des Conservatoire und später bei der Societé des Compositeurs. Weckerlin trat darüber hinaus mit seinen Chorwerken, die sich großer Popularität erfreuten, hervor. Der Musikwelt in Frankreich ist er besonders wegen seiner Klavierbearbeitungen von traditionellen Liedern, so genannten »Bergerettes« [Schäferlieder], die in der Sammlung »Bergerettes, romances et chansons du XVIII siècle« erschienen, in Erinnerung geblieben.

Pastorale (4-hdg.)
[Russische Klavierschule Band I SIK 2353, Nr. 128, S. 70]

Kinderliedchen
[Russische Klavierschule Band I SIK 2353, Nr. 135, S. 75]