van BEETHOVEN, Ludwig (1770–1827):

Kurzbiographie:

Vermutlich wurde Ludwig van Beethoven am 16. Dezember 1770 in Bonn geboren – seine Taufe am 17. Dezember ist jedenfalls belegt. Beethovens Vater, der als Tenor in der Kurfürstlichen Kapelle tätig war, erkannte früh die große musikalische Begabung des Jungen und legte den Grundstein für dessen solide musikalische Ausbildung. Einer seiner Hauptlehrer wurde Christian Gottlob Neefe, der ab 1782 in Bonn als Kapellmeister und Hoforganist tätig war. Der junge Beethoven machte so gute Fortschritte auf der Orgel, dass er Neefes Stellvertreter wurde. 1784 sorgte Neefe für einen ersten Studienaufenthalt Beethovens in Wien, der zum Ziel hatte, ihn bei Mozart als Schüler unterzubringen – ob das Vorhaben ausgeführt wurde ist nicht geklärt, nach einem Vierteljahr war der junge Beethoven jedenfalls zurück in Bonn. Durch die Förderung von Graf Ferdinand Ernst von Waldstein kam Beethoven erneut nach Wien, um schließlich sein Leben lang dort zu bleiben. Er nahm Unterricht bei Joseph Haydn (Mozart war inzwischen verstorben), ließ sich darüber hinaus jedoch auch von Johann Georg Albrechtsberger in Kontrapunkt und von Antonio Salieri in Vokalkomposition unterweisen. Beethoven machte sich rasch einen Namen als Klaviervirtuose – namentlich seine Improvisationen sorgten für großes Aufsehen. Durch die Unterstützung namhafter adliger Mäzene gelang es ihm, sich eine Existenz als unabhängiger Komponist aufzubauen. In seinen frühen Wiener Jahren machte sich ein Gehörleiden bemerkbar, das schließlich zu seiner vollständigen Ertaubung führte. Dies machte dann seinen Auftritten als Pianist und Dirigent ein Ende, was Beethoven jedoch nicht daran hinderte, weiter zu komponieren.
Beethoven gilt als Vollender des klassischen Stils – mit seinen formalen und harmonischen Experimenten und Weiterentwicklungen setzte er Standards für alle nachfolgenden Komponistengenerationen. Neben neun Symphonien, seiner Oper »Fidelio«, einer langen Reihe von Orchesterwerken und Konzerten, hinterließ er eine große Menge an Kammermusik, unter der seine Streichquartette besonders herausragen. Seine 32 Klaviersonaten wurden als Pendant zu Bachs »Wohltemperierten Klavier« auch »Neues Testament« der Klaviermusik genannt. Alle Werke Beethovens zählen noch heute zum Kernrepertoire der klassischen Musik.

Deutscher Tanz
[Russische Klavierschule Band I SIK 2353, Nr. 151, S. 86]

Deutscher Tanz
[Russische Klavierschule Band I SIK 2353, Nr. 152, S. 86]

Ecossaise WoO 23
[Russische Klavierschule Band II SIK 2354, Nr. 7, S. 9]

Bagatelle
Elf Bagatellen op. 119, 9
[Russische Klavierschule Band II SIK 2354, Nr. 35, S. 39]

Sonatine G-dur WoO Anhang 5, 1
[Russische Klavierschule Band II SIK 2354, Nr. 44, S. 52]

Sonatine F-dur WoO Anhang 5, 2
[Russische Klavierschule Band II SIK 2354, Nr. 52, S. 72]

Sechs Ecossaisen WoO 83
[Russische Klavierschule Spielband SIK 2379, Nr. 22, S. 36]

Sonate G-dur op. 49, 2
[Russische Klavierschule Spielband SIK 2379, Nr. 43, S. 83]