TÜRK, Daniel Gottlob (1750–1813)

Kurzbiographie:

Daniel Gottlob Türk, der sich neben seiner kompositorischen Tätigkeit vor allem als Theoretiker und Lehrer einen großen Ruf erwarb, stammte aus der kleinen Stadt Claußnitz in der Nähe von Chemnitz. Er besuchte zunächst die Dresdner Kreuzschule, wo Gottfried August Homilius, ein Schüler Johann Sebastian Bachs, sein Lehrer wurde. Zwischen 1772 und 1774 studierte er in Leipzig, wo er vom Thomaskantor Johann Adam Hiller maßgeblich gefördert und beeinflusst wurde. 1774 berief man Türk zum Kantor der Ulrichskirche in Halle und fünf Jahre später begann er mit seiner Lehrtätigkeit an der Friedrichs-Universität, an der er Vorlesungen zu Musiktheorie und Satzkunst hielt. Daneben leitete er gemeinsam mit Johann Christoph Gottfried Weinmann das Hallesche Collegium Musicum. Türks begabtester Schüler war der später berühmte Balladen- und Liederkomponist Carl Löwe. Neben seiner »Clavierschule, oder Anweisung zum Clavierspielen für Lehrer und Lernende ... nebst 12 Handstücken«, die über Jahrzehnte eines der einflussreichsten Lehrwerke in Deutschland blieb, sind seine neun Sammlungen mit Klaviersonaten, die sich größtenteils an Kenner und professionelle Klavierspieler richten, Zeugnis seiner experimentierfreudigen, die Möglichkeiten der damaligen Instrumente voll auslotenden Art zu komponieren.

Arioso
[Russische Klavierschule Band I SIK 2353, Nr. 83, S. 38]

Hans ohne Sorgen
[Russische Klavierschule Band I SIK 2353, Nr. 87, S. 41]

Die Zufriedenheit
[Russische Klavierschule Band I SIK 2353, Nr. 157, S. 90]