TSCHAIKOWSKY, Peter (1840–1893)

Kurzbiographie:

Peter Tschaikowsky stammt aus Wotkinsk, einer udmurtischen Kleinstadt 170 Km südwestlich von Perm, in der sein Vater als Bergwerksdirektor tätig war. Obgleich sich bereits früh die hohe Musikalität des jungen Tschaikowsky zeigte, besuchte er ab 1850 zunächst die St. Petersburger Rechtsschule und trat im Alter von 19 Jahren eine Stellung im Justizministerium an. 1861 schrieb sich Tschaikowsky an der russischen Musikgesellschaft (dem späteren Konservatorium) in Petersburg ein und quittierte schließlich im Jahr 1863 den Staatsdienst, um sich ganz der Musik widmen zu können. Von 1866-1877 unterrichtete das Fach Musiktheorie am Moskauer Konservatorium und betätigte sich als Musikkritiker. Auf Vermittlung von Nikolai Rubinstein entstand die Verbindung von Tschaikowksy zur schwer reichen, musikbegeisterten Nadjeschda von Meck, die ihn über zehn Jahre lang finanziell unterstützte. Als inzwischen anerkannter und erfolgreicher Komponist bot man Tschaikowsky eine Reihe von öffentlichen Ämtern an (u.a. das des Leiters des Moskauer Konservatoriums), die er mit Ausnahme der Betreuung der Kompositionsklasse am Konservatorium sämtlich ablehnte. Dem so genannte »Mächtigen Häuflein«, einer Gruppe russische Komponisten, die sich um einen explizit »russischen« Kompositionsstil bemühten, stand er positiv gegenüber, ging jedoch - von vielen als »westlich orientiert« bezeichnet -, seinen ureigenen Weg. Obgleich er den musikalischen Rang von Komponisten wie Richard Wagner und Johannes Brahms anerkannte (und dabei z.B. Edvard Grieg bevorzugte und Mozart geradezu vergötterte), blieb er seinem persönlichen Schreibstil stets treu. Seine hochemotionale Kompositionsweise, die sich durch perfekte technische Beherrschung der Mittel (z.B. seine farbige, charakteristische Instrumentation) auszeichnete, wurde für die folgenden Komponistengenerationen Russlands besonders einflussreich (z.B. Sergej Tanejew, oder später Dmitri Schostakowitsch und Igor Strawinsky). Peter Tschaikowsky gehört heute zu den populärsten und am meisten aufgeführten russischen Komponisten überhaupt. Neben sechs Symphonien, symphonischen Dichtungen (z.B. »Romeo und Julia«), mehreren Opern (darunter »Eugen Onegin«), Solokonzerten (Klavierkonzert Nr. 1, b-moll, Violinkonzert D-dur), Kammermusik und Liedern hinterließ eine Reihe von Balletten, von denen »Der Nussknacker« und »Schwanensee« noch heute für volle Theater sorgen.

Kinderliedchen
[Russische Klavierschule Band I SIK 2353, Nr. 79, S. 36]

Walzer aus dem Ballett „Dornröschen“ op. 66 (4-hdg.)
[Russische Klavierschule Band I SIK 2353, Nr. 104, S. 52]

Morgengebet
Kinderalbum op. 39, 1
[Russische Klavierschule Band II SIK 2354, Nr. 1, S. 4]

Die kranke Puppe
Kinderalbum op. 39, 6
[Russische Klavierschule Band II SIK 2354, Nr. 6, S. 8]

Altfranzösisches Liedchen
Kinderalbum op. 39, 16
[Russische Klavierschule Band II SIK 2354, Nr. 8, S. 10]

Die neue Puppe
Kinderalbum op. 39, 9
[Russische Klavierschule Band II SIK 2354, Nr. 10, S. 12]

Tanz der Rohrflöten aus dem Ballett „Der Nussknacker“ op. 71 (4-hdg.)
[Russische Klavierschule Band II SIK 2354, Nr. 94, S. 118]

Marsch aus dem Ballett „Der Nussknacker“ op. 71 (4-hdg.)
[Russische Klavierschule Band II SIK 2354, Nr. 95, S. 121]

Tanz der Zuckerfee aus dem Ballett „Der Nussknacker“ op. 71 (4-hdg.)
[Russische Klavierschule Band II SIK 2354, Nr. 96, S. 124]

Süßer Traum
Kinderalbum op. 39, 21
[Russische Klavierschule Spielband SIK 2379, Nr. 4, S. 7]

Lerchengesang
Kinderalbum op. 39, 22
[Russische Klavierschule Spielband SIK 2379, Nr. 6, S. 10]

Chanson triste
Zwölf Stücke op. 40, 2
[Russische Klavierschule Spielband SIK 2379, Nr. 24, S. 42]

Die Hexe
Kinderalbum op. 39, 20
[Russische Klavierschule Spielband SIK 2379, Nr. 31, S. 54]

In der Kirche
Kinderalbum op. 39, 24
[Russische Klaviermusik Band I SIK 2409, Nr. 16, S. 22]

Wintermorgen op. 39, 2
[Russische Klaviermusik Band II SIK 2410, Nr. 47, S. 98]