TAKTAKISCHWILI, Otar (1924–1989)

Kurzbiographie:

Mit zwölf Jahren kam Taktakischwili an die Musikfachschule von Tbilisi, an der seine musikalische Ausbildung begann. Vier Jahre später wechselte ans Konservatorium der georgischen Hauptstadt, wo er bis 1947 Komposition studierte. Schon während seiner Studienzeit entstanden erste Kompositionen, die ihn einem größeren Kreis von begeisterten Hörern bekannt machten. Nach seinem Studienabschluss wurde zunächst die Georgische Staatskapelle sein Wirkungskreis, wo er als Dirigent und Direktor tätig war. Zwischen 1959 und 1965 ging Taktakischwili ans Konservatorium von Tbilisi - zunächst als Dozent, später als Professor und Direktor. Zwischen 1965 und 1984 bekleidete er schließlich das Amt des georgischen Kulturministers. Auf künstlerischem Feld war Taktakischwili inzwischen vom georgischen Nationalkomponisten zum bedeutenden sowjetischen Komponisten avanciert, der auch als Dirigent vorwiegend eigener Werke weltweit auftrat.
Die georgische Volksmusik bildet mit ihrer typischen Melodik, Harmoniebildung und Rhythmik das Fundament von Taktakischwilis Schaffen. Daneben wurzelt seine Tonsprache in der romantischen Tradition des 19. Jahrhunderts. Seine Oper »Mindia« zählt zu den bis heute gefeierten georgischen Nationalkompositionen. Neben weiteren Opern hinterließ Taktakischwili zwei Symphonien und sinfonische Dichtungen, ein Reihe von Instrumentalkonzerten für Klavier, Violine, Violoncello und Trompete, Oratorien, Kammermusik, Lieder und Klaviermusik.

Abchasischer Tanz
Sechs Kinderstücke für Klavier, 2
[Russische Klaviermusik Band I SIK 2409, Nr. 38, S. 53]

In den Bergen
Sechs Kinderstücke für Klavier, 2
[Russische Klaviermusik Band I SIK 2409, Nr. 61, S. 92]