SWIRIDOW, Georgi (1915–1998)

Kurzbiographie:

Swiridow besuchte zwischen 1929 und 1932 die Musikschule in Kursk und zog dann nach Leningrad, wo er Kompositions- und Klavierunterricht nahm. Ab 1936 war er als Kompositionsstudent am Leningrader Konservatorium eingeschrieben - seit 1937 war Dmitri Schostakowitsch sein Kompositionslehrer. 1941 schloss Swiridow sein Studium ab und verlegte kriegsbedingt seinen Wohnsitz bis 1944 nach Nowosibirsk. 1956 ließ er sich schließlich in Moskau nieder, wo er seitdem als freischaffenden Komponist lebte.
Swiridow stand anfangs deutlich unter dem Einfluss seines Lehrers Schostakowitsch, formte jedoch im Lauf der Jahre einen ganz eigenen musikalischen Ton. Seine klar strukturierten Werke mit ihrer am russischen Volklied orientierten Melodik stellen die traditionelle Harmonik nirgends in Frage. Während Kritiker ihm bisweilen einen Hang zu Kitsch bescheinigten, genoss Swiridows Musik beim Publikum größte Popularität.
Neben Orchestermusik, einer Operette und einer Reihe von Kantaten hinterließ Swiridow Liederzyklen, Kammermusik und Klavierwerke, darunter das viel gespielte »Kinderalbum«.

Vor dem Zu-Bett-Gehen
Kinderalbum für Klavier
[Russische Klaviermusik Band I SIK 2409, Nr. 42, S. 59]

Winter
[Russische Klaviermusik Band II SIK 2410, Nr. 48, S. 99]