SUSLIN, Viktor (1942–2012)

Kurzbiographie:

Viktor Suslin studierte am Moskauer Gnessin-Institut Komposition bei Nikolai Pejko, dem Kompositionslehrer von Sofia Gubaidulina, und Klavier bei Anatoli Wedernikow. Er begann, zu einem Zeitpunkt selbständig zu arbeiten, als das politisch-kulturelle »Tauwetter« durch Breschnew im Oktober 1964 ein jähes Ende fand. Es häuften sich offizielle Aufführungsverbote, die seine Werke nicht weniger trafen als die seiner älteren Kollegen und die ihn 1981 schließlich zur Emigration nach Deutschland bewegten. Hier arbeitete er als Verlagslektor in Hamburg und Hochschuldozent in Lübeck. Seit 2007 leitete Suslin den Belaieff-Verlag.
Dem Charakter nach ist Suslin eher ein Lyriker als ein Dramatiker. In seinen Werken vermeidet er simple Kontraste und aufgesetzte dramaturgische Effekte. Obwohl die meisten seiner Werke programmatische Titel tragen, zielen sie nicht auf Außermusikalisches. Sein Werkverzeichnis ist nicht besonders umfangreich, aber sehr vielfältig. Da er das Reproduzieren vermeidet, fällt jedes neue Werk auch in kompositionstechnischer Hinsicht sehr individuell aus.

Kränkung
Musik für Kinder, 7
[Russische Klavierschule Spielband SIK 2379, Nr. 14, S. 22]

Abzählreim
Musik für Kinder, 6
[Russische Klavierschule Spielband SIK 2379, Nr. 21, S. 35]

Menuett der Glasfiguren
Musik für Kinder, 10
[Russische Klavierschule Spielband SIK 2379, Nr. 34, S. 58]