SPENDIAROW, Alexander

Kurzbiographie:

Spendiarow (armenisch: Spendiarjan) kam in Kachowka in der heutigen Ukraine als Kind einer armenischen Familie zur Welt. Früh zeigte sich die musikalische Begabung des Jungen, der bereits im Alter von sieben Jahren einen Walzer schrieb. Mit 19 Jahren kam Spendiarow nach Moskau, wo er bis 1890 Jura studierte aber gleichzeitig Violinunterricht nahm. 1896 reiste er nach St. Petersburg, um Nikolai Rimski-Korssakow seine Kompositionen zu zeigen. Dieser war sehr angetan von den Arbeiten des jungen Armeniers und ermutigte ihn, sich eingehend mit den Wurzeln der armenischen Volksmusik zu beschäftigen und gab ihm bis 1900 Kompositionsunterricht. In den folgenden Jahrzehnten trat er gleichermaßen als erfolgreicher Komponist und Dirigent in Erscheinung und seine Auftritte führten ihn u.a. nach Kopenhagen, Berlin und New York. Neben seiner vieraktigen Oper »Almast«, an der er bis zu seinem Tod im Jahr 1928 schrieb (der vierte Akt wurde von Maximilian Steinberg instrumentiert), ist das Symphonische Gedicht »Drei Palmen« seine populärste Komposition. Darüber hinaus hinterließ er weitere sinfonische Dichtungen, Violoncello-, Violin- und Klavierstücke sowie zahlreiche Lieder auf armenische und russische Texte. Spendiarow gilt neben dem legendären Komitas als erster armenischer Nationalkomponist.

Wiegenlied
[Russische Klaviermusik Band II SIK 2410, Nr. 55, S. 114]