SMIRNOW, Dmitri (*1948)

Kurzbiographie:

Dmitri Smirnow, dessen Eltern Opernsänger waren, studierte zwischen 1967 und 1972 am Moskauer Konservatorium  Komposition bei Nikolai Sedelnikow, Instrumentation bei Edison Denissow und Musikalische Analyse bei Juri Cholopow. Smirnows Werdegang als Komponist wurde maßgeblich durch Philip Herschkowitzs beeinflusst, den er 1970 kennenlernte, als der Webern-Schüler von Wien nach Moskau übersiedelte. Nach Studienabschluss arbeitete Smirnow zunächst als Redakteur im staatlichen Verlag Sowjetski Kompositor. Als sein »Solo« für Harfe 1976 mit dem ersten Preis bei den Internationalen Harfenwochen in Maastricht ausgezeichnet wurde, begann man Smirnow auch international wahrzunehmen. Ab 1981 arbeitete er als freischaffender Komponist und übersiedelte schließlich 1991 mit seiner Frau, der Komponistin Jelena Firssowa, nach Großbritannien. Zwischen 1993 und 1997 war als Gastprofessor and der Universität Keele tätig - seitdem arbeitet er ausschließlich freischaffend.
Neben seiner großen Oper »Tiriel« schuf Smirnow eine Reihe von Orchesterwerken, darunter zwei Sinfonien und Solokonzerte, ein Unfangreiches Kammermusikwerk, das von Stücken für Soloinstrumente über Streichquartette bis zu Kompositionen für größere Ensembles reicht und eine Reihe von Werken für Klavier, darunter das 1993 entstandene »Magic Music Box«, einer Sammlung für junge Klavierspieler.

Das Zauberkästchen
The Magic Music Box, 1
[Russische Klaviermusik Band I SIK 2409, Nr. 36, S. 50]