SKRJABIN, Alexander (1872–1915)

Kurzbiographie:

Alexander Skrjabin galt als ausgesprochene musikalische Frühbegabung und war bereits als Kind in der Lage nach dem Gehör Melodien auf dem Klavier nachzuspielen und darüber zu improvisieren. Nachdem er bei dem renommierten Lehrer Nikolai Swerew unterrichtet worden war studierte er zwischen 1888 und 1892  am Moskauer Konservatorium Komposition bei Anton Arenski und Sergei Tanejew und Klavier bei Wassili Safonow. Skrjabin errang in kurzer Zeit einen fabelhaften Ruf als Pianist, der bei seinen weltweiten Auftritten nahezu ausschließlich eigene Werke zur Aufführung brachte. Neben Kompositionen für Klavier (Zehn Sonaten, mehrere Zyklen von Préludes und Miniaturen) komponierte Skrjabin gewichtige Orchesterwerke, darunter drei Symphonie und drei symphonische Dichtungen und ein Klavierkonzert. Nachdem er sich bei seinen Kompositionen zunächst an Chopin und Liszt orientierte, formte er später als Weiterentwicklung der starken Chromatik in Richard Wagners »Tristan und Isolde« ein eigenständiges System der Harmonik aus, das auf einem aus Quarten geschichteten Akkord, dem »mystischen Akkord« basierte. Darüber hinaus entwickelte Skrjabin ein synästethisches System, bei dem bestimmte Farbwerte Tönen zugeordnet werden. Zu seinen Lebzeiten stellte die Aufführung seiner letzten Orchesterkomposition »Prometheé« in Kombination mit einem so genannten Farbenklavier in New York ein viel beachtete Sensation dar.

Prélude e-moll
24 Préludes op. 11, 4
[Russische Klavierschule Spielband SIK 2379, Nr. 38, S. 68]

Prélude cis-moll
24 Préludes op. 11, 10
[Russische Klavierschule Spielband SIK 2379, Nr. 39, S. 69]

Präludium op. 17, 4
[Russische Klaviermusik Band II SIK 2410, Nr. 50, S. 102]