SCHUMANN, Robert (1810–1856)

Kurzbiographie:

Robert Schumann wurde als jüngstes von fünf Kindern des Verlegers und Buchhändlers August Schumann am 8. Juni 1810 in Zwickau geboren. Er erhielt bereits im Alter von sieben Jahren Musikunterricht und erwies sich sogleich als begabter Pianist. Nach dem Tod des Vater studierte er in Heidelberg und Leipzig auf Wunsch seiner Mutter zunächst Jura, beschäftigte sich jedoch eigentlich mit Komponieren. In Leipzig nahm er bei Friedrich Wieck wieder Klavierunterricht und widmete sich ab 1830 ganz der Musik. Eine Verletzung seines rechten Ringfingers verhinderte jedoch eine Pianistenkarriere. Vier Jahre später gründete er die »Neue Zeitschrift für Musik« (sie erscheint bis auf den heutigen Tag), an der er bis 1844 mitarbeitete. Nach jahrelangem Streit mit Friedrich Wieck heiratete Schumann im Jahr 1840 schließlich Clara Wieck. Diese wurde eine der maßgeblichen Pianistinnen des 19. Jahrhunderts und prägte mit ihrem Spiel und der ernsthaften Programmgestaltung ihrer Auftritte das Konzertleben bis in unsere Tage. 1843 berief Felix Mendelssohn-Bartholdy Schumann als Lehrer für Komposition an das Leipziger Konservatorium, doch schon ein Jahr später wechselte er als Chorleiter nach Dresden. 1850 erfolgte schließlich die Ernennung zum Städtischen Musikdirektor in Düsseldorf. Im Zusammenhang mit einer Nerven- und Seelenkrise, die vermutlich mit einer frühen Syphilis-Infektion in Verbindung steht, beging Schumann 1854 einen Selbstmordversuch und wurde dann in die Nervenheilanstalt nach Endenich gebracht, wo er zwei Jahre später im Alter von 46 Jahren starb.
Zunächst trat Schumann ausschließlich als Klavierkomponist hervor, später machte er sich als Liederkomponist und zunehmend auch als Symphoniker einen Namen. Schon früh war eines seiner zentralen Anliegen als Komponist, tiefempfundene, intelligent strukturierte Musik zu verfassen, die sich deutlich von dem oberflächlich-brillanten Charakter der meisten der damals zeitgenössischen Kompositionen abhob. Indem er nicht ohne jeden Vorbehalt dem als seicht empfundenen Publikumsgeschmack nachgab, hatten viele seiner Kompositionen zunächst nicht den gewünschten Erfolg. Neben seinen zahlreichen Klavierzyklen (»Davidsbündlertänze«, »Zwölf sinfonische Etüden«, »Kinderszenen«, »Kreisleriana«, »Noveletten«, »Waldszenen«, »Album für die Jugend«) hinterließ er vier Symphonien (»Frühlings-Symphonie«, »Rheinische«), ein Klavierkonzert und ein Violinkonzert, Kammermusik in unterschiedlichster Besetzung, Lieder (»Liederkreis«, »Frauenliebe und -leben«), Chormusik und die Oper »Genoveva«.

Marsch (4-hdg.)
[Russische Klavierschule Band I SIK 2353, Nr. 113, S. 58]

Stückchen
Album für die Jugend op. 68, 5
[Russische Klavierschule Band II SIK 2354, Nr. 4, S. 6]

Soldatenmarsch
Album für die Jugend op. 68, 2
[Russische Klavierschule Band II SIK 2354, Nr. 5, S. 7]

Erster Verlust
Album für die Jugend op. 68, 16
[Russische Klavierschule Band II SIK 2354, Nr. 12, S. 14]

Wilder Reiter
Album für die Jugend op. 68, 8
[Russische Klavierschule Band II SIK 2354, Nr. 13, S. 15]

Sizilianisch
Album für die Jugend op. 68, 11
[Russische Klavierschule Spielband SIK 2379, Nr. 1, S. 3]

Von fremden Ländern und Menschen
Kinderszenen op. 15, 1
[Russische Klavierschule Spielband SIK 2379, Nr. 7, S. 11]