SCHUBERT, Franz (1797–1828)

Kurzbiographie:

Franz Schubert kam als 12. Kind des Volksschullehrers Franz Theodor Schubert in der damaligen Wiener Vorstadt Himmelpfortengrund zur Welt. Bereits mit elf Jahren hatte der junge Schubert solche Fortschritte auf dem Gebiet der Musik gemacht, dass sein Lehrer, der Chorleiter der Lichtentaler Pfarrkirche, Michael Holzer, äußerte, ihm nichts mehr beibringen zu können. Mit großer Leichtigkeit bestand er 1808 die Aufnahmeprüfung in die Hofkapelle, in der er als Sängerknabe kostenlos eine Gymnasialausbildung im Stadtkonvikt bekam. Der düstere Schulalltag bedrückte den Jungen sehr - einziger Lichtblick war die Tätigkeit im angesehenen Schulorchester, für das Schubert seine ersten Symphonien schrieb. Ab 1813 erhielt Schubert Kompositionsunterricht bei Antonio Salieri, der das überragende Talent des Jungen sogleich erkannt hatte. Im Gegensatz zu seinem Lehrer, der eine Karriere als Opernkomponist für seinen Schüler anstrebte, fühlte sich Schubert viel mehr von der Gattung des deutschen Liedes angezogen, zu der er zentrale Liederzyklen des Liedrepertoires beitragen sollte (»Die schöne Müllerin», »Die Winterreise» etc.). Nach kurzer Ausbildung trat er als zweiter Schulgehilfe bei seinem Vater, der ihm zunächst sogar das Komponieren zu untersagen versucht hatte, in den Dienst. Von 1818 bis 1824 gelang es ihm schließlich, als Hausmusiklehrer der Töchter des Grafen Esterházy angestellt zu werden. Mit seinen Kompositionen war er bis an sein Lebensende nicht in der Lage, seinen Unterhalt zu bestreiten. Um seine ökonomische Unabhängigkeit zu wahren, suchte er Schutz in einem Kreis enger Freunde, die ihn unterstützten. Nachdem seine Werke jahrelang nur bei Privatveranstaltungen zur Aufführung gekommen waren, kam es erst im März 1828 in Wien zu einem äußerst erfolgreichen ersten öffentlichen Konzert. Doch der Erfolg kam für den Komponisten zu spät - er starb noch im Herbst des gleichen Jahres.
Neben seinen zahlreichen berühmten Liedern (»Gretchen am Spinnrade«, »Der Erlkönig«) hinterließ Schubert eine bedeutende Anzahl von Instrumentalkompositionen, die ihn auch heute zu einem der meistaufgeführten Komponisten machen: Symphonien (»Große C-dur Symphonie«), Klaviersonaten, Klavierstücke (»Impromptus«, »Moments musicaux«), Streichquartette (»Der Tod und das Mädchen«), Kammermusik in unterschiedlichen Besetzungen (»Forellenquintett«) und Sakralmusik (»Deutsche Messe«).

Andante aus dem Streichquartett Nr. 14 d-moll
D 810 „Der Tod und das Mädchen“ (4-hdg.)
[Russische Klavierschule Band I SIK 2353, Nr. 86, S. 40]

Zwei Ecossaisen
[Russische Klavierschule Band II SIK 2354, Nr. 18, S. 19]

Scherzo D 539, 1
[Russische Klavierschule Spielband SIK 2379, ,Nr. 25, S. 44]