RIMSKI-KORSSAKOW, Nikolai (1844–1908)

Kurzbiographie:

Die hohe musikalische Begabung des kleinen Nikolai wurde früh erkannt und gefördert. Der Familientradition gehorchend erhielt er von 1856 bis 1862 eine Ausbildung am Seekadettenkorps in Sankt Petersburg. Anschließend wurde er für drei Jahre auf das Kriegsschiff »Almaz« verpflichtet - legte aber nach Ablauf dieser Zeit seine bereits in der Schulzeit begonnene erste Symphonie vor. In den folgenden Jahren befasste sich Rimski-Korssakow mit russischer Volksmusik. Im Jahr 1871 wurde er als Professor für Komposition und Instrumentation ans Konservatorium von Sankt Petersburg berufen und heiratete im gleichen Jahr die Komponistin und Pianistin Nadeschda Purgold, die großen Einfluss auf sein Schaffen hatte. Rimski-Korssakow avancierte zu einem der populärsten russischen Komponisten und war maßgebliches Mitglied der avantgardistischen Komponistengruppe, die sich das »Mächtige Häuflein« nannte. Zu seinen Schülern am Konservatorium gehörten Alexander Glasunow, Alexander Gretschaninow, Igor Strawinski und Sergej Prokofjew. Neben seinen eigenen Werken, darunter nicht weniger als 15 Opern, Orchesterkompositionen, Kammermusik und Lieder, trat Rimski-Korssakow auch als Bearbeiter fremder Werke in Erscheinung - namentlich seine Edition und Ergänzung von Werken Modest Mussorgskis machten den Komponisten von »Boris Godunow« und »Bilder einer Ausstellung« einem großen Publikum bekannt.

Das Eichhörnchen aus der Oper „Das Märchen vom Zaren Saltan“(4-hdg.)
[Russische Klavierschule Band II SIK 2354, Nr. 91, S. 113]