RAKOW, Nikolai (1908–1990)

Kurzbiographie:

1930 beendete Rakow sein Violinstudium bei Alexander Berlin an der Rubinstein-Musikschule in Moskau und ein Jahr später sein Kompositionsstudium bei Reinhold Glière am Moskauer Konservatorium. Bereits während seines Studiums verdiente er seinen Lebensunterhalt als Violinist und Dirigent auf den Konzerpodien seiner Heimat als auch als Gelegenheitsmusiker in Kinosälen. Nach Abschluss seiner Ausbildung wurde er zunächst Glières Assistent, ab 1935 Dozent und 1943 schließlich ordentlicher Professor für Instrumentation am Konservatorium in Moskau. Namhafte Komponisten aus der damals jungen Generation zählen zu seinen Schülern: Nikolai Pejko, Andrej Eschpai, Edison Denissow und Alfred Schnittke.
Rakows Tonsprache ist äußerst konservativ und zeichnet sich durch die Bewahrung der Tonalität und einer an der Spätromantik orientierten Harmonik aus. Für eines seiner bekanntesten Werke, dem ersten Violinkonzert, wurde er 1946 mit dem Stalin-Preis ausgezeichnet, 1989 erhielt er die Auszeichnung »Volkskünstler der UdSSR«. Neben Sinfonien und Solokonzerten für Violine und Klavier hinterließ Rakow Kammermusik und Klaviermusik. Große Aufmerksamkeit schenkte er der Musik für den Unterricht, und seine Klavierstücke für Kinder zählen noch heute zu den populärsten pädagogischen Werken in Russland.

Ins Buch vertieft
Aus Jugendtagen, 15
[Russische Klaviermusik Band I SIK 2409, Nr. 12, S. 16]

Der Tag ist vergangen
Aus Jugendtagen, 24
[Russische Klaviermusik Band I SIK 2409, Nr. 19, S. 25]

Lustige Spielereien
Aus Jugendtagen, 4
[Russische Klaviermusik Band I SIK 2409, Nr. 35, S. 48]

Erzählung
Aus Jugendtagen, 1
[Russische Klaviermusik Band II SIK 2410, Nr. 9, S. 17]

Lied
[Russische Klaviermusik Band II SIK 2410, Nr. 11, S. 21]
  
Der Roggen reift
[Russische Klaviermusik Band II SIK 2410, Nr. 12, S. 23]
  
Erzählung
Aus Jugendtagen, 9
[Russische Klaviermusik Band II SIK 2410, Nr. 13, S. 25]

Mazurka
[Russische Klaviermusik Band II SIK 2410, Nr. 58, S. 122]