PURCELL, Henry (1659–1695)

Kurzbiographie:

Purcell kam als Sohn eines Mitgliedes der Sängerkapelle von König Karl II. von England in London zur Welt. Seine musikalische Ausbildung begann als Chorknabe in diesem Ensemble und setzte sich bei John Blow und Matthew Locke fort. Im Jahr 1676 wurde er zum Organisten an der Westminster Abbey ernannt, ab 1682 wurde er gleichzeitig Organist der Chapel Royal. Neben geistlicher Musik, Orgelwerken und seinen bekannten Anthems, die für  verschiedener festliche Anlässe am königlichen Hof entstanden, verfasste er eine Reihe von Schauspielmusiken, die ihn in kurzer Zeit berühmt machten. Er hinterließ daneben eine Reihe von Opern, von denen noch heute besonders »Dido und Aeneas« viel gespielt werden. Purcells Ruhm war schon zu seinen Lebzeiten so groß, dass man ihn den »Orpheus Britannicus« nannte. Neben Georg Friedrich Händel, der Purcell sehr bewunderte, berufen sich noch im 20. Jahrhundert und heute Komponisten wie Benjamin Britten, Michael Nyman und Peter Maxwell Davies auf den großen englischen Meister.

Air
[Russische Klavierschule Band I SIK 2353, Nr. 132, S. 74]