PHILIPP, Isidore (1863–1958)

Kurzbiographie:

Der in Budapest geborene Isidore Philipp kam bereits als kleiner Junge nach Paris, wo er bei Georges Mathias, einem Schüler von Frédéric Chopin, am Pariser Konservatorium Klavier studierte. Dort lernte er Claude Debussy kennen, mit dem er bis zu dessen Tod eng befreundet war. Nach seinem Studienabschluss 1883 gründete er gemeinsam mit dem Violinisten Henri Berthelier und dem Cellisten Jules-Léopold Loeb ein Klaviertrio, mit dem er in den folgenden zehn Jahren durch Europa tourte. Philipp kehrte schließlich nach Paris zurück und begann, als ordentlicher Professor am Konservatorium zu unterrichten. Zu seinen Schülern zählten Aaron Copland und Albert Schweitzer. 1940 emigrierte er in die USA, wo es ihm gelang, sich als Pädagoge in New York und Montreal einen Namen zu machen. 1955 gab Philipp mit 92 Jahren in Paris sein Abschiedskonzert. Von seinen Kompositionen sind namentlich seine zahlreichen musikpädagogischen Werke, die sich mit allen denkbaren technischen Problemstellungen des Klavierspiels befassen, noch heute weit verbreitet.

Wiegenlied
[Russische Klavierschule Band I SIK 2353, Nr. 54, S. 27]