PACHULSKI, Henrik (1857–1921)

Kurzbiographie:

Pachulsky kam in Polen, im Örtchen Lazy nahe Siedice, als Sohn des Forstverwalters auf den Ländereien von Nadjeschda von Meck (der Mäzenin von Peter Tschaikowsky) zur Welt. Zunächst studierte er bei Stanisław Moniuszko und Władysław Żeleński am Warschauer Musikinstitut und wechselte dann zum Moskauer Konservatorium, wo er ab 1880 Unterricht bei Alexander Michailowski, Pavel Pabst, Nikolai Rubinstein und Anton Arensky erhielt. Nach Abschluss seiner Studien im Jahr 1886 begann er kurz darauf selbst als Klavierprofessor am Konservatorium zu unterrichten. Er behielt diese Stellung bis 1917 und kehrte nicht wieder nach Polen zurück.
Neben seiner pädagogischen Tätigkeit trat er als fruchtbarer Komponist hervor. Abgesehen von einer Suite für Orchester (in memoriam Peter Tschaikowsky), der »Meditation» für Streicher, der »Polnischen Fantasie« für Klavier und Orchester sowie einer Reihe von Kompositionen für Violoncello hinterließ er eine große Zahl von Klavierwerken, die sich durch ihren originellen Erfindungsreichtum und die besonders instrumentengerechte, pianistische Schreibweise auszeichnen. Als Hauptwerke gelten neben verschiedenen Sammlungen äußerst interessanter Etüden seine beiden Klaviersonaten c-moll op. 19 (Anton Arensky gewidmet) und F-dur op. 27 (Sergei Rachmaninoff zugeeignet).

Präludium c-moll
Klavierstücke op. 8, 1
[Russische Klavierschule Spielband SIK 2379, Nr. 3, S. 6]