OKUNJEW, German (1931–1973)

Kurzbiographie:

Bereits im Alter von acht Jahren besuchte Okunjew eine der Leningrader Musikschulen und im Jahr 1956 schloss er seine Studien am Rimski-Korssakow-Konservatorium in  Leningrad ab, wo er bei Boris Kljusner und Orest Jewlakow ausgebildet worden war. Zwischen 1957 und 1960 arbeitete Okunjew als Musiklehrer in Frunse (heute Bischkek) in Kirgistan. 1964 nahm er sein Kompositionsstudium am Leningrader Konservatorium bei Dmitri Schostakowitsch wieder auf, der von den Arbeiten seines Schülers sehr angetan war und ihm bei der Suche nach Aufführungsmöglichkeiten für seine Kompositionen behilflich war. Im Alter von 42 Jahren kam Okunjew bei einem Autounfall ums Leben.
Okunjews Kompositionsweise ist, wenn auch indirekt, deutlich von kirgisischer Folklore beeinflusst. Neben seinem Ballett »Kuirutschuk« aus dem Jahr 1960 gelten seine beiden Sinfonien (1964 und 1970) und seine Instrumentalkonzerte als seine Hauptwerke. Daneben hinterließ er Lieder und vielfältige Kammermusik und Klavierkompositionen, darunter auch seine populären Kinderstücke aus dem Jahr 1965.

Freude
[Russische Klaviermusik Band I SIK 2409, Nr. 11, S. 15]