MOZART, Leopold (1719–1787)

Kurzbiographie:

Leopold Mozart kam am 14. November 1719 als Sohn eines Buchbinders in Augsburg zur Welt. An der Benediktineruniversität in Salzburg studierte er Theologie - in einigen Quellen ist auch von Jurisprudenz bzw. Philosophie die Rede. Mozarts eigentliches Interesse galt jedoch der Musik und der begabte Violinspieler trat 1740 als Kammerdiener und Geiger in den Dienst des Salzburger Bischofs. Im Jahr 1743 wurde er als vierter Geiger Mitglied der Hofkapelle und unterwies darüber hinaus die Kapellhausknaben im Geigenspiel. Vier Jahre darauf wurde er schließlich zum Hof- und Cammer-Componisten ernannt. Im selben Jahr heiratete er Anna Maria Pertl, mit der er sieben Kinder hatte - nur zwei davon erreichten das Erwachsenenalter: Maria Anna (»Nannerl«) und Wolfgang Amadeus. Im Jahr 1756 (dem Geburtsjahr von Wolfgang) erschien sein Geigenschule »Versuch einer gründlichen Violinschule«, die mehrfach nachgedruckt wurde, und noch heute eine der wertvollsten Quellen zum Violinspiel im 18. Jahrhundert darstellt. Eine großen Teil seiner Energie verwandte Leopold Mozart in die Förderung seiner beiden hochbegabten Kinder, mit denen er ausgedehnte (und äußerst beschwerliche) Europareisen unternahm.
Als Komponist ist Leopold Mozart, der immerhin 48 Symphonien, Solokonzerte, Kammermusik und Klavierstücke hinterließ, bis auf wenige Ausnahmen, vergessen. Für den Klavierunterricht werden noch heute Stücke aus seinem für den Sohn zusammengestellten »Notenbüchlein für Wolfgang« benutzt.

Menuett
[Russische Klavierschule Band I SIK 2353, Nr. 109, S. 56]

Schwabentanz aus dem „Notenbüchlein für Wolfgang“
[Russische Klavierschule Band II SIK 2354, Nr. 17, S. 18]

Musette aus dem „Notenbüchlein für Wolfgang“
[Band II SIK 2354, Nr. 25, S. 26]