MELARTIN, Erkki (1875–1937)

Kurzbiographie:

Nachdem Melartin von 1895 bis 1898 Komposition bei Martin Wegelius am Helsinki Musikinstitut studiert hatte, setzte er seine Ausbildung bis 1901 bei Robert Fuchs in Wien fort. Nach Abschluss seiner Studien kehrte er in seine Heimat zurück und lehrte zunächst Theorie, Musikgeschichte und Klavier am Musikinstitut in Helsinki. Von 1911 bis 1936 avancierte er zu dessen Leiter (ab 1924 Konservatorium). Melartin trat dann zunehmend als Dirigent und Komponist hervor. Als erster Orchesterleiter führte er ein Werk Gustav Mahlers in Skandinavien auf.
Melartin hinterließ ein umfangreiches kompositorisches Werk: darunter befindet sich seine Oper »Aino« (nach dem finnischen Nationalepos »Kalevala«), ein Ballett, sechs Symphonien, ein Violinkonzert, symphonische Dichtungen, Kammermusik (u.a. vier Streichquartette) und zahlreiche Klavierstücke und Lieder. Sein Kompositionsstil orientiert sich an Jean Sibelius und Gustav Mahler. Seine Kalviersonate »Fantasia apocalyptica« aus dem Jahr 1924 weist dagegen Bezüge zu Alexander Skrjabin auf.

Lied
[Russische Klavierschule Russische Klavierschule Band I SIK 2353, Nr. 89, S. 41]