KUHLAU, Friedrich (1786–1832)

Kurzbiographie:

Friedrich Daniel Rudolph Kuhlau wurde am 11. September 1786 in Ülzen als Sohn eines Militärmusikers geboren.  1793 zog die Familie nach Lüneburg, wo der junge Kuhlau bei einem Unfall sein rechtes Auge verlor. Während der Genesung war er monatelang an sein Bett gefesselt und zum Zeitvertreib stellten seine Eltern ihm ein Klavichord über das Bett, auf dem er improvisierte. Auf diese Weise erkannten man sein musikalisches Talent und ermöglichten ihm trotz eingeschränkter finanzieller Mittel Klavierunterricht. Daneben erhielt er von seinem Vater Unterricht im Flötespiel. Kuhlau besuchte ein Internat, da seine Familie oft umzog, und folgte nach seinem Schulabschluss im Jahr 1803 seinen Eltern nach Hamburg. Nach anfänglichen Schwierigkeiten begann er als Schüler des einflussreichen Musikdirektors Christian Friedrich Gottlieb Schwencke als Pianist und Komponist erste Erfolge zu feieren. 1810 floh Kuhlau nach Dänemark, um dem Militärdienst zu entgehen. Dort debütierte er 1811 am königlichen Theater in Kopenhagen mit einem soeben vollendeten Klavierkonzert. Neben Klavierstücken und Kammermusik (besonders für Flöte) gründet sein Ruhm auf  den Opern, die er hinterließ – namentlich die bekannteste, »Elfenhügel« von 1828, machte ihn über Nacht zum dänischen Nationalkomponisten.

Sechs kleine Variationen über ein österreichisches Volkslied
[Russische Klavierschule Band II SIK 2354, Nr. 46, S. 56]

Sonatine C-dur
Sechs Sonatinen op. 55, 1
[Russische Klavierschule Band II SIK 2354, Nr. 51, S. 68]

Sonatine C-dur op. 55, 3
[Russische Klavierschule Spielband SIK 2379, Nr. 42, S. 78]