KRIEGER, Johann (1652–1735)

Kurzbiographie:

Johann Krieger kam 1952 in Nürnberg zur Welt. Hier begann er an der Sebaldusschule eine musikalische Ausbildung bei dem Kirchenmusiker und Kapellmeister Heinrich Schwemmer, der auch Johann Pachelbels Lehrer war. Ab 1661 erhielt Krieger Cembalounterricht bei Georg Caspar Wecker. In den Jahren von 1668 bis etwa 1678 lebte er zusammen mit seinem älteren Bruder Johann Philipp – beide studierten Komposition in Zeitz, gingen nach Bayreuth, wo Johann Philip erst Hoforganist und dann Hofkapellmeister wurde, und Johann schließlich als Organist sein Nachfolger wurde. Ab 1677 arbeitete Johann als Musiker in Zeitz und wurde ein Jahr später an den Hof von Heinrich I. in Greiz als Kapellmeister berufen. Laut Johann Matthesons »Grundlage einer Ehren-Pforte«, einer umfassenden Sammlung von Komponistenbiografien, spielte der Komponist und Musiker noch einen Tag vor seinem Tod im Alter von 84 Jahren seinen letzten Gottesdienst.
Kriegers Sammlung »Anmuthige Clavier-Übung«, wurde unter anderem von Georg Friedrich Händel sehr geschätzt und verbreitet. Darüber hinaus sind geistliche und weltliche Gesänge, Arien, Motetten, Messsätze, Kantaten und  geistliche Werke von Krieger überliefert.

Menuett
[Russische Klavierschule Band I SIK 2353, Nr. 124, S. 68]