KARAJEW, Kara (1918–1982)

Kurzbiographie:

Kara Karajew wurde am 13. Mai 1918 als Sohn eines Kinderarztes in Baku geboren, seine Mutter war eine der ersten Absolventinnen der Hochschule in Baku der russischen Gesellschaft für Musik. Im Alter von acht Jahren erhielt er ersten Musikunterricht an der Musikschule des Konservatoriums in Baku. Ab 1935 studierte er dort Komposition bei L. M. Rudolf und erlernte die Grundlagen der aserbaidschanischen Volksmusik bei Useïr Gadshibekow. 1938 schrieb er seine erste Komposition, eine Kantate auf ein Gedicht von Rasul Rza, die im Bolschoi-Theater in der Anwesenheit von Josef Stalin zur Aufführung kam. In diesem Jahr setzte er sein Kompositionsstudium am Moskauer Konservatorium bei Anatoli Alexandrow und Sergej Wassilenko fort, und übernahm drei Jahre später die künstlerische Leitung der Staatlichen Aserbaidschanischen Philharmonie. Danach setzte er sein Kompositionsstudium bei Dmitri Schostakowitsch fort, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband. Nach Abschluss seines Studiums wurde er Lehrer, dann Dozent und ab 1959 Professor für Komposition am Konservatorium in Baku.
Karajews Musik ist gleichermaßen dem Werk seines Lehrers Schostakowitsch als auch der russischen und aserbaidschanischen Volksmusik verpflichtet. Sein Werk umfasst Opern, Sinfonien, Ballette, Streichquartette, Kantaten, Filmmusik und zahlreiche Kompositionen für Klavier.

Aufdringlicher Gedanke
Kinderalbum für Klavier
[Russische Klaviermusik Band I SIK 2409, Nr. 48, S. 70]

Nachdenklichkeit
Kinderalbum für Klavier
[Russische Klaviermusik Band I SIK 2409, Nr. 49, S. 72]

Präludium
[Russische Klaviermusik Band II SIK 2410, Nr. 17, S. 31]