KALINNIKOW, Wassili (1866–1901)

Kurzbiographie:

In den 35 Jahren seines von Armut und Krankheit geprägten Lebens schuf Wassili Kalinnikow mehrere Orchesterwerke, darunter zwei Sinfonien, Vokalmusik und kleinere Klavierstücke. Seinen Werken liegt oft eine optimistische Stimmung zugrunde, die mit seinen eingängigen Melodien und russisch-volksliedhaft orchestrierten Themen eine malerische Atmosphäre erzeugt.
Als Sohn eines Polizeibeamten wurde Kalinnikow am 13. Januar 1866 in Woiny geboren. 1884 begann er ein Studium am Moskauer Konservatorium, das er aus finanziellen Gründen jedoch bald abbrechen musste. Ein Jahr später ermöglichte ihm jedoch ein Stipendium das Studium der Fächer Komposition und Fagott an der Schule der Moskauer Philharmonischen Gesellschaft. Dieses schloss er 1892 ab und konnte im selben Jahr durch Vermittlung von Peter Tschaikowsky eine Stelle als Dirigent am »Maly Teatr« in Moskau antreten. Ein Jahr später trat er den Posten als Dirigierassistent am Italienischen Theater an. Bald darauf erkrankte er an Tuberkulose und verbrachte seine letzten Lebensjahre auf der Krim; Sergei Rachmaninow, der seine Musik sehr schätzte, sorgte dafür, dass Kalinnikows Werke verlegt wurden.

Der Lügenfuchs (4-hdg.)
[Russische Klavierschule Band I SIK 2353, Nr. 47, S. 25]