HAYDN, Joseph (1732–1809)

Kurzbiographie:

Joseph Haydn wurde 1732 im niederösterreichischen Rohrau geboren. Obwohl Musik im Leben seiner Eltern eine untergeordnete Rolle spielte, wurde er als Sechsjähriger zur Förderung seines Talents in einer Ausbildung zum Chorsänger zu Verwandten nach Hainburg an der Donau geschickt. Zwei Jahre später entdeckte Georg von Reutter, musikalischer Leiter des Wiener Stephansdoms, den Jungen und nahm ihn mit nach Wien, wo Haydn die nächsten neun Jahre lebte, Gesangs-, Klavier- und Violinunterricht erhielt und zu komponieren begann. Mit dem abgeschlossenen Stimmbruch 1749 wurde Haydn entlassen und begann, als freier Musiker zu arbeiten, gab Klavierunterricht, assistierte Komponisten, schrieb seine ersten Streichquartette und die erste Oper. Nach einer kurzen festen Anstellung als Musikdirektor des Grafen Karl von Morzin, während der er seine ersten Sinfonien schrieb, wurde er Vize- und später erster Kapellmeister bei den Fürsten Esterházy, wo er annähernd dreißig Jahre lang blieb; in dieser Zeit entstand eine große Anzahl von Kompositionen. In den 1780er Jahren entwickelte sich eine enge Freundschaft zu Wolfgang Amadeus Mozart. Mozarts und Haydns Kompositionen beeinflussten einander wechselseitig in starkem Maß. Als Fürst Nikolaus Esterházy 1790 starb, unternahm Haydn zwei äußerst erfolgreiche Konzertreisen nach England und komponierte von da an als freischaffender Künstler. 1792 spielte Ludwig van Beethoven bei Haydn vor, woraufhin er ihn zwei Jahre lang in Komposition unterwies. Ab 1802 war Haydn aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage, zu komponieren, und lebte bis zu seinem Tod 1809 in seinem Wiener Haus.

Andante aus der Sinfonie Nr. 94 G-dur
Hob. 1:94 „Mit dem Paukenschlag“
[Russische Klavierschule Band I SIK 2353, Nr. 85, S. 39]

Menuett aus der Symphonie Nr. 100 G-dur
Hob.I:100 „Militärsymphonie“ – 3. Satz
[Russische Klavierschule Band II SIK 2354, Nr. 21, S. 22]

Sonate G-dur
Hob. XVI:8
[Russische Klavierschule Spielband SIK 2379, Nr. 40, S. 70]