GRETSCHANINOW, Alexander (1864–1956)

Kurzbiographie:

Das Singen in einem Kirchenchor stellte für den jungen Alexander Tichonowitsch Gretschaninow (13. Oktober 1864–3. Januar 1956) die erste Berührung mit Musik dar. Gegen den Willen des Vaters, der vorgezogen hätte, dass sein Sohn Kaufmann würde, wie er selbst, studierte Alexander ab 1881 Klavier und Komposition am Moskauer Konservatorium bei Anton Arenski und Sergej Tanejew. Von 1890 bis 1893 besuchte er das Petersburger Konservatorium, um dort bei Nikolai Rimski-Korsakow zu studieren. Danach etablierte er sich als Komponist, Chorleiter und Lehrer (u.a. am Gnessin Institut) in Moskau. 1925 zog er zunächst nach Paris (ohne mit der Sowjetregierung zu brechen) und 1939, angesichts des ausbrechenden Krieges, nach New York, wo er bis an sein Lebensende blieb.
Seine Kompositionen orientierten sich stilistisch zunächst stark an seinem Lehrer Rimski-Korsakow. Später kamen auch Einflüsse der Musik Richard Wagners hinzu und ab 1910 wandte er sich verstärkt der aktuellen französischen Musik zu. Sein grundsätzlich konservativer Komponierstil lässt auch immer seine Nähe zum Schaffen Peter Tschaikowskis erkennen. Neben Orchestermusik, Opern und geistlicher Vokalmusik sind besonders seine Klavierstücke für Kinder in Erinnerung geblieben.

Kleines Märchen
Kinderalbum op. 98
[Russische Klavierschule Band I SIK 2353, Nr. 122, S. 67]

Mazurka (Erinnerung)
Drei Klavierstücke op. 116, 3
[Russische Klavierschule Band I SIK 2353, Nr. 130, S. 73]

Mein Pferdchen
Der Tag des Kindes op. 109, 3
[Russische Klavierschule Band II SIK 2354, Nr. 19, S. 20]

Etüde E-dur
Kinderalbum op. 98, 12
[Russische Klavierschule Band II SIK 2354, Nr. 74, S. 98]

Klage
Pastelle op. 3, 1
[Russische Klavierschule Spielband SIK 2379, Nr. 19, S. 30]