GRAUPNER, Johann Christoph (1659–1695)

Kurzbiographie:

Johann Christoph Graupner stammte aus dem sächsischen Kirchberg, wo er am 13. Januar 1683 geboren wurde. Nach erstem Musikunterricht bei seinem Onkel, dem Organisten Nicolaus Küster, besuchte er die Leipziger Thomasschule und studierte zunächst Jura, anschließend jedoch Musik bei den Thomaskantoren Johann Schelle und Johann Kuhnau. Im Jahr 1705 kam er an die Gänsemarktoper in Hamburg, wo er als Cembalist tätig war, und in kurzer Zeit eine Reihe von sehr erfolgreichen Opern komponierte. Vier Jahre später folgte er einem Ruf an den Hof des Landgrafen Ernst-Ludwig von Hessen-Darmstadt, wo er bis an sein Lebensende Hofkapellmeister war. Seine Bewerbung auf das Amt des Thomaskantors in Leipzig zog Graupner 1722 nach einer Zusage seines Landesherren, sein Besoldung deutlich zu verbessern, zurück – und machte damit den Weg für Johann Sebastian Bach frei, der die Kantorenstelle schließlich bekam. Graupners umfangreiches Werk, das im Wesentlichen aus geistlichen Kantaten, Opern und Solokonzerten besteht, ist nahezu vollständig erhalten und wird – wenngleich zu großen Teilen noch nicht erforscht – im Archiv der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt aufbewahrt.

Bourrée
[Russische Klavierschule Band I SIK 2353, Nr. 133, S. 74]