GLINKA, Michail (1804–1857)

Kurzbiographie:

Michail Glinka (1. Juni 1804 – 15. Februar 1857), Spross einer alten russischen Adelsfamilie, verbrachte seine ersten Lebensjahre äußerst abgeschirmt in der Obhut seiner Großmutter. Nach deren Tod kam er um 1810 in sein Elternhaus, wo ihm das Hören von Bernhard Henrik Crusells Klarinettenquartett zum musikalischen Schlüsselerlebnis wurde. Er erhielt Musikunterricht (Violine und Klavier), wurde aber schließlich auf ein Institut gebracht, in dem junge Adelige auf den Staatsdienst vorbereitet wurden. Nach seiner Ausbildung begnügte er sich mit einer anspruchslosen Position als Sekretär in einer staatlichen Behörde und verbrachte seine Freizeit mit Musikstudien, der Pflege seines stets wachsenden Freundeskreises (darunter die Dichter Wilhelm Küchelbecher und Alexander Puschkin) und mit Reisen in den Kaukasus, nach Italien (wo er sich eingehend mit der italienischen Oper vertraut machte), Frankreich, Spanien und Deutschland. Ab 1833 nahm er Kompositionsunterricht bei Siegfried Dehn in Berlin. 1836 fand die Première seiner Oper »Ein Leben für den Zaren« in Moskau statt und 1842 folgte »Ruslan und Ljudmila«. Beide Werke gelten als die ersten russischen Opern (von einem russischen Komponisten geschrieben, mit russischem Sujet, in russischer Sprache) und bilden die Basis für die russische Kunstmusik des 19. und 20. Jahrhunderts. Neben diesen Hauptwerken hinterließ Glinka einige Orchesterwerke, eine Reihe von Kammermusikkompositionen, Liedern und Salonstücken für Klavier.

Variationen über ein russisches Volkslied
[Russische Klavierschule Spielband SIK 2379, Nr. 47, S. 100]

Russische Polka
[Russische Klaviermusik Band I SIK 2409, Nr. 3, S. 7]

Mazurka
[Russische Klaviermusik Band I SIK 2409, Nr. 53, S. 77]