FRID, Grigori (1915–2012)

Kurzbiographie:

Grigori Samuilowitsch Frid wurde am 22. September 1915 als Sohn einer Pianistin und eines Journalisten in Petrograd (St. Petersburg) geboren. Im Zusammenhang mit den politischen Verfolgungen in Stalins Regierungszeit wurde die Familie 1927 nach Sibirien verbannt. In Irkutsk begann Frid ein Musikstudium, das er 1935 am Moskauer Konservatorium (Komposition bei Heinrich Litinski und Wissarion Schebalin) abschloss. Bis 1939 unterrichtete er an der ans Konservatorium angeschlossenen Musikschule und ging dann als Sanitäter und Mitglied des Musikcorps in den Krieg. Nach Kriegsende kehrte er nach Moskau zurück und arbeitete erneut in der Musikschule und als Komponist. Ab 1965 organisierte und leitete Frid den Moskauer Jugend-Musik-Club, in dessen Rahmen Seminare und Konzerte stattfanden. Hier wurden u.a. (inoffiziell) die neuesten Werke von Alfred Schnittke, Sofia Gubaidulina und Edison Denissow aufgeführt. Zu Frids bekanntesten Werken gehören seine Kammeropern »Van Gogh« und »Das Tagebuch der Anne Frank«, daneben schrieb er Orchestermusik (besonders Solokonzerte) und Kammermusik.

Der Kuckuck (4-hdg.)
[Russische Klavierschule Band I SIK 2353, Nr. 29, S. 18]