FILIPPENKO, Arkadi (1912–1983)

Kurzbiographie:

In dem kleinen ukrainischen Dorf Puschtscha-Wodysia, heute ein Teil Kiews, wurde Arkadi Dmitriewitsch Filippenko am 8. Januar 1912 geboren. In seiner frühen Kindheit verbrachte er die meiste Zeit draußen in der Natur mit seinem Großvater, einem Schäfer, der Schäferflöten baute und seinem Enkel das Flötenspiel beibrachte. In seiner Schulzeit lernte Filippenko darüber hinaus Gitarre, Mandoline und Balalaika und spielte im Schulorchester. Filippenko absolvierte dann eine Fluss-Schifferlehre und arbeitete schließlich in einer Schiffswerft. In seiner Freizeit spielte er in Amateurgruppen Theater und machte Musik. Der Komponist Ilia Wilenski wurde in diesem Zusammenhang auf ihn aufmerksam und vermittelte ihn an die örtliche Musikschule, wo Filippenko nebenberuflich Unterricht in Klavier, Theorie und Komposition nahm. Er machte sehr rasch Fortschritte, so dass man ihn ans Lysenko Institut (einem Vorläufer der Kiewer Konservatoriums) schickte. Nachdem er hier ein Abendstudium begonnen hatte, wurde er schließlich zu einem regulären Studium zugelassen. Er schloss seine Ausbildung (u.a. bei Viktor Kossesnko und Boris Liatoschinski) 1939 ab und wurde unmittelbar danach Soldat im Zweiten Weltkrieg. Nach 1945 begann Filippenko eine erfolgreiche Karriere als Komponist und gewann schon 1948 den Staatspreis der UDSSR für sein zweites Streichquartett. Er komponierte Werke fast jeder Gattung und hinterließ mehrere Symphonien, eine Oper, Kammermusik (u.a. drei Streichquartette) und eine große Zahl von Liedern. Darüber hinaus war er ein sehr fruchtbarer Filmmusik-Komponist.

Die Küken
[Russische Klavierschule Band I SIK 2353, Nr. 27, S. 17]