CORELLI, Arcangelo (1653–1713)

Kurzbiographie:

Als Arcangelo Corelli am 17. Februar 1653 in der kleinen oberitalienischen Stadt Fusignano zur Welt kam, war sein Vater bereits vier Wochen tot. Tatkräftig nahm seine Mutter Santa die Erziehung ihrer fünf Kinder allein in  die Hand und sorgt schon früh dafür, dass der offenkundig hochbegabte Arcangelo Violinunterricht erhielt. Er wurde in Faenza und Bologna zu einem virtuosen Violinisten ausgebildet, und als 1675 nach Rom kam, gelang es ihm sehr rasch, Zugang zu adeligen Förderern zu finden. Seine wichtigsten Mäzene waren zunächst Königin Christina von Schweden, dann Kardinal Benedetto Pamphili und schließlich der kunstbegeisterte Kardinal Pietro Ottoboni. Neben seiner Karriere als Violinvirtuose trat Corelli zunehmend als Komponist in Erscheinung. Seine Concerti grossi und Kammer- und Kirchensonaten, die sich gleichermaßen durch ihre Ausgeglichenheit und ihre hohe Virtuosität auszeichneten, waren so erfolgreich, dass sie in ganz Europa gespielt und immer wieder neu gedruckt wurden. Anders als viele andere Barockkomponisten, gerieten Corellis Kompositionen auch nach seinem Tod nicht in Vergessenheit und wurden während des gesamten 18., 19. und 20. Jahrhunderts ohne Unterbrechung immer wieder aufgeführt.

Sarabande aus des Sonate für Violine und B.c. op. 5, 8 – 3. Satz
[Russische Klavierschule Band II SIK 2354, Nr. 24, S. 25]