CLEMENTI, Muzio (1752–1832)

Kurzbiographie:

Muzio Clementi wurde am 23. Januar 1752 in Rom als Sohn eines namhaften Silberschmiedes geboren. Mit sechs Jahren erhielt er ersten Musikunterricht, und der Junge erwies sich als so begabt, dass er bereits mit neun Jahren als Organist arbeitete. Sir Peter Beckford wurde im Jahr 1766 auf einer seiner Italienreisen auf den begabten Clementi aufmerksam, und mit dem Einverständnis der Eltern nahm er den Vierzehnjährigen mit nach England auf seinen Landsitz in Dorset. Hier genoss er ein umfassende Schulausbildung und arbeite mit ungeheurem Fleiß an seinem Cembalospiel, wobei er die Werke Händels, Bachs und Scarlattis gründlich studierte. 1774 ging er nach London und etablierte sich dort erfolgreich als Klaviervirtuose, Komponist und Lehrer. Unter seinen prominentesten Schülern findet man Johann Babtist Cramer und John Field. Außerdem betätigte er sich sehr erfolgreich als Klavierbauer – seine Flügel und Klaviere waren um vieles schwerer und robuster als die Konkurrenzinstrumente des Festlandes und daher für die modern werdende kompaktere und dynamisch anspruchsvollere Klavierschreibweise besonders gut geeignet. Clementi unternahm sehr ausgedehnte Konzertreisen durch ganz Europa und stand in Kontakt mit Komponistenkollegen wie Beethoven und Haydn, die seine Werke sehr schätzten.
Neben einer Reihe von großen Symphonien schrieb Clementi hauptsächlich Klaviermusik. Es handelt sich um Zyklen von Sonaten, Stücken, Sonatinen, und seine Sammlung »Gradus ad parnassum« die sämtlich sowohl für Generationen von Pianisten als auch für Komponisten maßgeblich wurden. Clementi hat mit seinen Kompositionen die formalen und strukturellen Möglichkeiten des klassischen Stils – namentlich der Sonatenform – zu einem Höhepunkt geführt.

Sonatine C-dur
Sechs Sonatinen op. 36, 2
[Russische Klavierschule Band II SIK 2354, Nr. 48, S. 59]

Sonatine G-dur
Sechs Sonatinen op. 36, 2
[Russische Klavierschule Band II SIK 2354, Nr. 49, S. 62]

Sonatine C-dur
Sechs Sonatinen op. 30, 3
[Russische Klavierschule Spielband SIK 2379, Nr. 41, S. 73]