CHATSCHATURJAN, Aram (1903–1978)

Kurzbiographie:

Aram Iljitsch Chatschaturjan wurde am 6. Juni 1903 als Sohn eines Buchbinders in Tbilisi, der Hauptstadt Georgiens geboren. Obgleich er schon als Junge von der armenischen und aserbaidschanischen Musik sehr beeindruckt war und Hornunterricht erhielt, entschied er sich nicht sogleich für eine musikalische Ausbildung sondern ging 1922 nach Moskau mit dem Vorsatz dort Biologie zu studieren. Doch schon nach wenigen Monaten änderte er seine Pläne, schrieb sich als Violoncellostudent  im Gnessin Institut ein, wo er nach drei Jahren in die Kompositionsklasse wechselte. Schließlich wurde er  im Moskauer Konservatorium aufgenommen, wo er bis 1933 Komposition bei Nikolai Mjaskowski und Michail Gnessin studierte.
Chatschaturjan machte sich schnell einen Namen als Komponist mit seinen Konzerten für Klavier (1937) und Violine (1940). Große Popularität verschaffte ihm schließlich das Ballett »Gajaneh« – der »Säbeltanz« daraus ist bis heute Chatschaturjans bekanntestes Stück. Wie viele andere namhafte Komponisten der UdSSR (u.a. Prokofjew und Schostakowitsch) wurde er 1948 Opfer der so genannten Schdanow-Kampagne, in deren Rahmen allen ins Visier genommen Künstlern Formalismus und anti-sowjetische Tendenzen vorgeworfen wurden. In dieser durchaus gefährlichen Situation geriet Chatschaturjan in eine tiefe Schaffenskrise, die er erst mit seinem zweiten Erfolgs-Ballett »Spartakus« (1956) überwand. Neben Sergei Prokofjew und Dmitri Schostakowitsch zählt Chatschaturjan zu den bedeutendsten Komponisten der ehemaligen Sowjetunion.
Sein Kompositionsstil basiert auf der russischen Musik des 19. Jahrhunderts, die er äußerst farbenreich mit Elementen der Volksmusik seiner georgischen Heimat verbindet. Neben drei Symphonien und den Balletten »Gajaneh« und »Spartakus« schrieb Chatschaturjan eine Reihe von Orchesterkonzerten, Ballettsuiten, Kammermusik, Werke für Blasorchester, Lieder und Klavierstücke. Seine beiden Sammlungen mit Kinderstücken (»Bilder der Kindheit« SIK 2144 und »Klänge der Kindheit« SIK 2166) zählen noch heute zu den beliebtesten Unterrichtsstücken.

Seilspringen
Klänge der Kindheit, 1
[Russische Klavierschule Band I SIK 2353, Nr. 137, S. 76]

Andantino
Bilder der Kindheit, 1
[Russische Klavierschule Band II SIK 2354, Nr. 14, S. 16]

Im Volkston
Kinderalbum I, 9
[Russische Klavierschule Spielband SIK 2379, Nr. 20, S. 32]

Etüde für Talja
Bilder der Kindheit, 5
[Russische Klavierschule Spielband SIK 2379, Nr. 66, S. 138]

Ljado ist sehr krank
Bilder der Kindheit. Klavieralbum I für Kinder, 3
[Russische Klaviermusik Band I SIK 2409, Nr. 13, S. 18]

Gute-Nacht-Geschichte
Klänge der Kindheit. Klavieralbum II für Kinder, 3
[Russische Klaviermusik Band I SIK 2409, Nr. 20, S. 26]

Musikalisches Bild
[Russische Klaviermusik Band II SIK 2410, Nr. 38, S. 77]

Zwei plappernde Tantchen
[Russische Klaviermusik Band II SIK 2410, Nr. 39, S. 79]

Tanz
[Russische Klaviermusik Band II SIK 2410, Nr. 56, S. 117]