BRAHMS, Johannes (1833–1897)

Kurzbiographie:

Johannes Brahms kam am 7. Mai 1833 als zweites Kind eines Berufsmusikanten in Hamburg zur Welt. Die Familie lebte in ärmlichsten Verhältnis, doch Johannes bekam mit 7 Jahren Klavierunterricht und trat bereits drei Jahre später öffentlich auf, um zum Unterhalt der Familie beizutragen. Auf einer Tournee, bei der Brahms als Begleiter des ungarischen Geigers Ede Remény auftrat, lernte er den berühmten Violinvirtuosen Joseph Joachim kennen, der ein lebenslanger Freund wurde. Joachim führte ihn bei Robert Schumann ein, der die Kompositionen des Hamburgers in der von ihm veröffentlichten Neuen Zeitschrift für Musik in den höchsten Tönen lobte. Brahms verliebte sich in Schumanns Frau Clara, die selbst eine hervorragende Pianistin und Komponistin war. Nach Schumanns Tod im Jahr 1856 kümmerte sich Brahms um die Witwe mit der er sein Leben lang eng verbunden blieb. Nachdem er zwischenzeitlich nach Hamburg zurückgekehrt war, ging Brahms 1862 schließlich nach Wien, wo er bis zu seinem Tode blieb.
Zu Lebzeiten wurde Brahms Werk äußerst kontrovers (und polemisch) beurteilt – während er für manche den legitimen Nachfolger Beethovens darstellte, empfanden andere seine Musik als rückwärtsgewandt und konservativ. Heute gilt Johannes Brahms als einer der wichtigsten und einflussreichsten Komponisten des 19. Jahrhunderts überhaupt.
Brahms hinterließ vier Symphonien, Solokonzerte, Vokal- und Kammermusik. Brahms »51 Übungen« gelten als Schlüssel zur Entwicklung einer geschmeidigen Klaviertechnik und gehören für viele Pianisten zum »täglichen Brot«

Zwei Übungen
51 Übungen
[Russische Klavierschule Band II SIK 2354, Nr. 90, S. 112]