BACH, Carl Philipp Emanuel (1714–1788):

Kurzbiographie:

Als dritter Sohn Johann Sebastian Bachs wurde Carl Philipp Emanuel am 8. März 1714 in Weimar geboren. Nachdem er zunächst Rechtswissenschaften in Leipzig und Frankfurt an der Oder studiert hatte, widmete er sich schließlich ganz der Musik. Ab 1740 erhielt er eine Bestallung als Hofcembalist des soeben gekrönten Königs Friedrich II. von Preußen. Bach, der in seiner Zeit als einer der berühmtesten Cembalospieler galt, blieb bis 1768 im Dienst des Königs und trat dann die Nachfolge Telemanns als städtischer Musikdirektor in Hamburg an, die er bis zu seinem Tode innehatte. Neben zahlreichen Werken für das Cembalo hinterließ Bach neben Kammermusik vor allem geistliche Werke sowie eine Reihe bedeutender Symphonien. Sein musikalischer Stil, der einen Übergang vom Barock in die Klassik bildet, zeichnet sich vor allem durch große Experimentierfreudigkeit und starken Ausdruckswillen aus. Sein Werk übte großen Einfluss auf die folgende Komponistengeneration aus - Joseph Haydn sagte einmal: „Wer mich gründlich kennt, der muss finden, dass ich dem Emanuel Bach sehr vieles verdanke, dass ich ihn verstanden und fleißig studiert habe“.

Solfeggio Wq 117/2
[Russische Klavierschule Spielband SIK 2379, Nr. 27, S. 48]